Echte Transparenz bei Lohnkosten
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Personalkosten im Griff: Wie Unternehmer echte Transparenz in ihre Lohnkosten bringen

In den meisten Betrieben stellen Personalkosten den größten Einzelposten in der Gesamtkostenstruktur dar. Gerade für Gründer und wachsende Unternehmen ist das oft eine unterschätzte Herausforderung: Der Bruttolohn steht im Vertrag, aber was ein Mitarbeiter den Betrieb wirklich kostet, ergibt sich erst aus der Summe aller Positionen. Ohne strukturierte Datenbasis bleibt Kostenplanung Schätzarbeit.

Was Personalkosten wirklich sind

Zum Bruttogehalt eines Mitarbeiters kommen in Österreich mehrere verpflichtende Arbeitgeberabgaben. Der Dienstgeberanteil zur Sozialversicherung beträgt je nach Beschäftigungsverhältnis rund 21 Prozent des Bruttogehalts. Dazu kommen Kommunalsteuer (3 Prozent der Bruttolohnsumme), der Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds (3,9 Prozent) sowie der Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag, der je nach Bundesland zwischen 0,36 und 0,44 Prozent liegt. Urlaubsrückstellungen, Sonderzahlungen und künftige Abfertigungsansprüche nach dem Betrieblichen Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz (BMSVG) erhöhen die Gesamtbelastung weiter. Ein Mitarbeiter mit einem monatlichen Bruttogehalt von 3.000 Euro verursacht für den Unternehmer tatsächlich Kosten von 3.750 bis 3.900 Euro (je nach Kollektivvertrag und Bundesland). Diese Spanne zwischen dem, was auf dem Gehaltszettel steht, und dem realen Personalaufwand ist der häufigste Rechenfehler bei Angebotskalkulation und Budgetplanung.

Zeiterfassung sorgt für Transparenz über die Kosten

Zeiterfassung sorgt für Transparenz über die Kosten

Wer Personalkosten wirklich unter Kontrolle haben will, braucht vertrauenswürdige Zeitdaten. Das klingt banal, wird in der Praxis aber nur allzu häufig nicht konsequent umgesetzt. Ohne genaue Aufzeichnungen lässt sich nicht bestimmen, wie viele Stunden ein Projekt tatsächlich gebraucht hat, wie viel Überstunden angefallen sind und ob die Kapazitäten entsprechend richtig verteilt wurden.
Hier kommt professionelle Zeiterfassungssoftware ins Spiel. Mit dem Arbeitszeitentracking von ISGUS werden Arbeitszeiten, Fehlzeiten und Projektstunden in einem System digital erfasst, ausgewertet und verwaltet. Für den Unternehmer bedeutet das: Anstelle von Schätzungen stehen strukturierte Daten zur Verfügung, die direkt in die Lohnabrechnung, das Controlling und die Projektplanung einfließen. Der rechtliche Druck tut hier ein Übriges. Bereits das EuGH-Urteil vom 14. Mai 2019 (Az. C-55/18) verpflichtet die EU-Staaten, die Arbeitgeber zu verpflichten, objektive und verlässliche Zeiterfassungssysteme einzuführen. In Österreich präzisieren die Vorschriften des Arbeitszeitgesetzes (AZG) die Dokumentationspflichten für geleistete Arbeitszeiten.

Echte Zahlen in der Kostenrechnung

Mit genauen Zeitangaben ändert sich auch die Art, wie Unternehmen rechnen. Anstelle von geschätzten Projektstunden sind Ist-Werte mit Soll-Werten vergleichbar. Daraus ergeben sich Grundlagen für drei konkrete Steuerungsebenen:
Projektcontrolling in Echtzeit. Wie viele Stunden sind für Auftrags A eingegangen, wo steht sie im Vergleich zum Budget? Erst aus dieser Gegenüberstellung heraus erkennt sich, ob ein Projekt rentabel ist oder ob die Kalkulation für künftige Aufträge nachlässig war.
Überstundenmanagement. Welche Mehrarbeit ist entstanden, wurde sie abgelten, ist sie im Zeitausgleich verrechnet worden? Nicht dokumentierte Überstunden sind ein unterschätztes Haftungsrisiko, das im Streitfall zu Nachzahlungsansprüchen führt.

Kapazitätsplanung. Wie viel Auslastung hat das Team, und wann ist eine Neueinstellung betriebswirtschaftlich sinnvoll? Ohne Zeitdaten ist diese Frage nicht belastbar zu beantworten. Schätzwerte führen zu Unterangeboten, nicht kalkulierten Mehrkosten und am Ende zu Margenverlusten, deren Ursache in der Buchführung erst sichtbar wird, wenn der Schaden schon entstanden ist.

Welche Systeme zu welcher Unternehmensgröße

Nicht jedes Unternehmen braucht eine vollintegrierte Enterprise-Lösung. Die Anforderungen unterscheiden sich nach Teamstärke, Branche und Reifegrad der Prozesse.
Kleinstbetriebe bis etwa zehn Mitarbeitern kommen oft mit hübschen cloudbasierten Tools aus, die Stunden per Smartphone erfassen und hübsche Berichte exportieren. Ab dieser Schwelle, spätestens wenn es um Schichtbetrieb, Gleitzeit oder die Erfassung von Projektzeiten geht, lohnt sich ein System mit Regelwerken, Genehmigungsflows und Schnittstellen zur Lohnabrechnung.
Enterprise-Lösungen binden die Zeiterfassung in bestehende ERP- oder HR-Systeme ein und bilden komplizierte Arbeitszeitmodelle sowie tarifvertragliche Anforderungen automatisiert ab. Bei der Auswahl ist neben dem Funktionsumfang auch die Datenschutzkonformität nach DSGVO, die Verfügbarkeit von Auditprotokollen und die Schnittstellenfähigkeit zu der bestehenden Softwarelandschaft zu beachten.
Wer Personalkosten dauerhaft steuern will, beginnt mit der richtigen Datenbasis. Die Auswahl eines geeigneten Zeiterfassungssystems ist kein IT-Projekt, sondern eine betriebswirtschaftliche Entscheidung mit direkter Wirkung auf Marge, Planungssicherheit und Compliance.

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